Heidespaziergang

Am 23.02.08 hat, initiiert durch die "Initiative Heidehund", in der Dresdner Heide ein Spaziergang mit Hundehaltern, allgemein interessierten Bürgern, Vertretern des Umweltamtes der Stadt Dresden und des Forstamtes stattgefunden.

 

Teilnehmer

Initiative Heidehund:

Herr und Frau Zwerenz als Initiatoren des Heidespaziergangs,

Forstamt:

Herr Dr. Mario Marsch - Forstdirektor und Forstbezirksleiter,
Herr Thomas Stelzig - Forstrevierleiter Bühlau, Stadt Dresden,

Umweltamt:

Herr Jürgen Altmeyer - Abteilungsleiter Umweltrecht,
Herr Dr. Christian Korndörfer - Amtsleiter Umweltamt,
Herr Sebastian Schmidt,

Verein "Hundelobby Dresden":

Herr Michael Gerner - Vorsitzender,
Frau Sandra Rosenkranz - 2. Stellvertreter,
Herr Siegfried Neumann - Schriftführer, Frau Carola Manthey,

Presse:

Frau Kay Haufe - Redakteurin Sächsische Zeitung,
Herr Christoph Stephan - Redakteur Dresdner Neueste Nachrichten

Bürger:

Ca. 70, davon die meisten mit Hund.

Insgesamt gesehen ist das Ergebniss der Gespräche im Verlauf des Spazierganges als Erfolg für das Ziel, in der Dresdner Heide keinen generellen Leinenzwang für Hunde einzuführen, zu bewerten. Besonders durch das Forstamt, vertreten durch den Forstdirektor Herrn Dr. Mario Marsch, wurde eine bisher im Gegensatz zur Stadt Dresden offene sachliche Diskussion geführt.

Namentlich durch Herrn Dr. Marsch ausgesprochen hat die Argumentation und Begründung für die Einführung des generellen Leinenzwang eine überaschende Wendung erfahren. Herr Dr. Marsch erklärte, die von der Stadt Dresden angeführte Argumentation des Forstamtes wird falsch dargestellt. Die Fragen des Tierschutzes insbesondere hinsichtlich der Bodenbrüter und in Bodennähe lebenden Tiere ist nicht primäre sondern lediglich mittelbare Begründung für den Leinenzwang. Richtig ist folgender Grund: Eine Konfliktminimierung der verschiedenen Nutzer der Dresdner Heide als Besucher. Dies ist die primäre Begründung des Leinenzwang.

Auch möchte das Forstamt verschiedene Unterlagen wie Karten, Untersuchungsergebnisse und Statistiken zur Dresdner Heide der Öffentlichkeit zugänglich machen bzw. ihr übergeben. Dies wurde ja bisher von der Stadt Dresden im Zusammenhang mit der Heide-Leinenzwangdiskussion versäumt. Insbesondere und explizit der "Hundelobby Dresden" wurde durch Hernn Dr. Marsch zugesichert, Kartenmaterial der Dresdner Heide zu übergeben. Vielen Dank an dieser Stelle schon mal im Vorab an Herrn Dr. Marsch.

Im Verlauf der Diskussion wurde durch die "Hundelobby Dresden" und einem der Waldspaziergänger an die Stadt Dresden die Kritik ausgesprochen, daß von der Stadt Dresden bei Publikationen und Diskussionen um die Dresdner Argumentionen über ein Landschaftsschutzgebiet mit Argumenten über ein Naturschutzgebiet vermischt werden, diese Vermischung falsch ist und dies im Übrigen so auch auf der Website Dresdens praktiziert wird.

Als eines der Gesprächsergebnisse wurde vereinbart, in allernächster Zeit ein Rundtischgespräch mit der Stadt Dresden und dem Forstamt durchzuführen. Dieses Rundtischgepräch in Form eines Pressegespräches wird von der "Hundelobby Dresden" organisiert.

Im Abschluss der Diskussion mit dem Forstamt und den Vertretern der Stadt Dresden wurde der Vorschlag der "Hundelobby Dresden" aufgegriffen und disskutiert, keinen generellen Leinenzwang in der Heide einzuführen sondern den Leinenzwang nur auf bestimmte Gebiete der Heide im Randgebiet und besonders ausgewählten Zonen im Kernbereich zu begrenzen. Faktisch stellt dies eine Umkehrung der bisher disskutierten Variante dar, in der Dresdner Heide den generellen Leinenzwang unterbrochen durch einzelne sogenannte Freilaufzonen ohne Leinenzwang einzuführen.

Diese Regelung, kein genereller Leinenzwang und einzelne Heidebereiche mit Leinenzwang, wurde von Hernn Dr. Marsch als wesentliches Resultat und als Schlussergebnis der Gespräche des Waldspazierganges und als praktikable Variante des Leinenzwanges in der Dresdner Heide ausdrücklich bestätigt. Nun gilt es, das Forstamt und die Stadt Dresden beim Wort zu nehmen.