Der Verein Hundelobby Dresden
Der Verein "Hundelobby Dresden" wendet sich einerseits an die Stadtpolitiker mit der Forderung nach der generellen Aufhebung des Leinenzwangs für Hunde in allen Stadtteilen Dresdens, jedoch unter Berücksichtigung von lokalen oder zeitlich begrenzten Besonderheiten wie Stadtteilfeste, Weihnachtsmärkte etc. und Stellen, wo es vorhersehbar größere Menschenansammlungen gibt als normal, wie Einkaufszentren, Bahnhöfe, innerstädtische Fußgängerbereiche. Äquivalent dazu widmet sich der Verein einer vernünftigen Lösung der Leinenzwang-Problematik in der Dresdner Heide, wozu bereits eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Forstamt erfolgreich angeregt wurde. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Erarbeitung von Kartenmaterial, das alle begründeten Interessen aus Sicht des Natur-/ Tierschutzes und angrenzender Interessengruppen wie z.b. Waldkindergärten berücksichtigt. Für alle lokal eingrenzbaren Gebiete soll eine Leinenpflicht gelten. Die generelle Leinenpflicht in der Dresdner Heide abzüglich kleiner Flächen mit Freilaufzonen wird jedoch als unvereinbar mit dem Status eines Landschaftsschutzgebietes und dem Freiheitsgrundsatz als undiskutabel abgelehnt.
Andererseits möchte der Verein das Ansehen des bislang pauschal kriminalisierten Hundehalters auch im Stadtgebiet Dresdens wieder auf ein akzeptables Niveau anheben, indem er sich an alle Hundehalter wendet, die gebotene Rücksichtnahme auf Mitbürger zu erhöhen und sich vor allem auch um die ordnungsgemäße Beseitigung des von seinem Hund zurückgelassenen Kots zu kümmern. Weiterhin wird angeregt, die eigenen Hunde freiwillig "chippen" zu lassen, um sich zu der Verantwortlichkeit und Zugehörigkeit zu seinem Hund zu bekennen, insbesondere für den Fall einer wie auch immer gearteten Verfehlung. In diesem Zusammenhang sollte auch der Abschluß einer Hundehaftpflichtversicherung zum freiwilligen Standard für alle Hundehalter werden.
Auch durch aktive Öffentlichkeitsarbeit, wie zum Beispiel Kinder-Eltern-Hunde-Nachmittage in KiTa´s und Schulhorts sowie Kuschelstunden in Altenheimen, soll eine freundliche Annäherung von Hundehaltern und Nichthundehaltern erreicht werden, um die vor allem durch die Medienpropaganda geschürten Ängste von Mitmenschen gezielt abzubauen.
Darüber hinaus setzt sich der Verein dafür ein, daß die Hundesteuer, die ja historisch bedingt eine nicht zweckgebundene Luxussteuer ist, für innerstädtische Belange im Zusammenhang mit Hunden und anderen domestizierten Tieren verwendet wird, so z.b. Forcierung von "Hundetoiletten" im Stadtgebiet, Finanzierung von von der Schließung bedrohten Tierheimen sowie sozialen Projekten, die bspw. mit Pferden Kindern und Jugendlichen zu einer erfüllten Freizeitgestaltung verhelfen.




