Kiras Tod
Kira die Sanfte, meine Mitarbeiterin des Monats (jeden Monats) und Therapiehündin für viele Kinderseelen, geriet am 29. 03. 08 in ungeahnte Gefahr, als sie wie fast jedes Wochenende mit ihrem Besitzer Tim durch die Lande zog. Irgend etwas an einem Ackerrand, von Tim auf seiner Wanderung dem Feldweg folgend zu spät bemerkt, verursachten wenig später bei Kira Erbrechen und Fieber. Tim konnte seine Hündin, die instinktiv zum Abkühlen in einen Teich sprang, gerade noch vor dem Ertrinken retten, weil die Kraft in den Beinen sie rasant verließ. Beide waren zu Fuss unterwegs, ein Auto musste gerufen werden und die Fahrt von Wachau bis zur Klinik war weit... Kira die Sanfte wurde am Abend noch Notoperiert. Tim durfte nicht bei ihr bleiben. Sie erwachte wohl Kreislaufbedingt nicht mehr und wurde am Sonntag morgen, den 30. 03. 2008 in der Klinik am Heiderand, für tot erklärt... Kiras trauernder und wütender Besitzer schrieb mir folgende Email: "Die Strafanzeige bei der Polizei habe ich sofort gestellt, nachdem ich erneut auf diesem Acker war um dort Bodenproben fürs Labor zu nehmen. Gefunden habe ich dort <span class="MT_red">Tierkörpermehl und ein Etikett mit der Aufschrift:UN3082</span> Unglaublich! In was für einem Land leben wir eigentlich? Dieses Zeug ist Umwelt-gefährdent und giftig obendrein!!!" Wir trauern sehr um eine 2 jährige braune Labradorhündin, die Kindern Freude, meiner Gruppe eine echte Bereicherung und ihrem Besitzer jeden Tag Liebe brachte.
Mandy & Sascha
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…vor allem, wenn dieses Tier, wie die 2-jährige Labradorhündin Kira, die vielen als der Streichelhund vom Aktivspielplatz „Villa Sonne“ in Radeberg und der Laborschule des Omse e.V. in Dresden, bekannt ist, auch noch vergiftet wurde.
Das geschah vor vier Wochen an einem Samstagnachmittag in Wachau/ bei Radeberg. In diesem Fall hat man als Tierbesitzer nicht nur mit der Trauer, sondern auch noch mit dem phlegmatischen, deutschen Bürokratismus sämtlicher Behörden, zu kämpfen.
Zum einen wäre da die Polizei, die völlig verloren scheint, wenn man Strafanzeige stellt und nicht weiß, wie sie vorgehen soll. Sie vergisst einfach eventuelle Spuren zu sichern oder dem Umweltamt Meldung zu machen. Nicht einer fühlt sich dafür verantwortlich, Proben, die man selbst schon gesammelt hat, in Laboren testen zu lassen. Es sei denn man hat viel Geld übrig. Auch das Landwirtschaftsamt sieht sich außerstande in dieser Sache großartig vorzugehen, weil es „… so was noch nie hatte.“
Der Schlamperei ist das aber noch nicht genug. Denn, wie im Falle von Kira, vergisst der Tierarzt, trotz des Wissens über einen Vergiftungsverdacht, eine Probe vom Mageninhalt einzubehalten, um diese gegebenenfalls untersuchen zu lassen. Stellt sich überhaupt die Frage, ob nicht die Veterinärmediziner, dem eh schon hilflosen Tierhalter, bei grundlegenden Fragen wie Anzeigeerstattung bei der Polizei und darauffolgende Schritte helfen sollten.
Letztendlich fühlt man sich auch vom Tierschutzverein im Stich gelassen. Denn da hilft einem auch keiner weiter. In solchen Fällen geht es ja nur um ein kleines, privates Haustier und keine Walfangaktionen oder Massenschlachtungen von Tieren, die das nötige öffentliche Interesse und eine enorme Medienpräsenz nach sich ziehen.
Deswegen, um Ämter und Behörden zu „schulen“, sollten viel mehr Tierhalter Anzeige erstatten. Damit es keine Einzelfälle bleiben, die dann irgendwo im Bürokratennirwana verschwinden. Dass eine gewisse, positiv zu sehende Routine, in den Abläufen einsetzt. Das sich kein Tierhalter mehr hilflos vorkommen muss und dass an den Gesetzen zum Schutz der Tiere mehr gearbeitet wird, denn seit zwei Jahren ist das Tierschutzgesetz im Strafgesetzbuch unter §17 „Tierquälerei“ verankert.
Nun bleibt noch zu fragen: „Wenn sich ein Kind vergiftet und stirbt - wachen dann die Ämter auf?“
Autor: KaLie